John Bauerdick, Gummersbach
November 23, 2011 in Kandidaten2011
Mein Name ist John Bauerdick, ich werde im Dezember 39 Jahre alt, bin glücklich verheiratet mit meiner Frau Nicole (36) und stolzer Vater von Leon Pascal (33/4). Ich bin parteilos und die Entsendung aus dem Jugendamtselternbeirat Gummersbach auf die Landesebene freut mich sehr. Für mich ist das Engagement für unsere Kinder eine Selbstverständlichkeit.
Das Leitmotto lautet: es ist nicht alles schlecht, aber vieles kann besser werden!
Was ist mir wichtig?
Die wichtigsten Elemente in meinem Leben sind mein Sohn und meine Familie. Hierfür muss im Zweifel auch der Beruf zurückstehen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, dass Kinder von Anfang an in geordneten und gefestigten Familienverhältnissen aufwachsen und einen sicheren Rückhalt zum Lebensstart haben. Auch ist die Vermittlung von Werten, z.B. im Verhalten gegenüber Mitmenschen, von Anfang an wichtig und bereitet aus meiner Sicht den Weg für eine eigene Zukunft. Dies versuchen wir als Familie mit viel Geduld, Zeit und Liebe unserem Sohn zu vermitteln.
Ich selber hatte das Glück, in Geborgenheit und Sicherheit aufzuwachsen. Dies ist leider nicht allen Kindern gegeben.
Allein deshalb ist es außerordentlich wichtig, mit guten und zuverlässigen Strukturen, z.B. in Familienzentren, Kitas etc., einen unterstützenden Faktor zu bieten, damit unseren Kindern nicht schon von Anfang an der Weg in die Zukunft verbaut wird.
Aber auch diese Einrichtungen können nur in dem ihnen, von der Politik, gesteckten Rahmen agieren. Daher ist es wichtig, bereits im Kindergarten- und Vorschulalter als Elternschaft geschlossen aufzutreten und die Politik in die richtige Richtung zu leiten.
Da viele Mitbewerber das Thema U3-Plätze aufgegriffen haben, möchte ich auch zu diesem inhaltlichen Thema noch Stellung nehmen.
Ich vertrete derzeit eine eher kritische Position zum bisherigen „gebaren“ um die U3-Plätze und den damit verbundenen Aufwendungen in den einzelnen Kitas. Auf Grund der anfänglichen Unübersichtlichkeit der Mittelvergabe und der, nach meinem bisherigen Bild, auch teilweise willkürlichen Vergabe von Mitteln, treten die alltäglichen, notwendigen Dinge leider immer mehr in den Hintergrund. So werden z.B. auf Grund von politischen und behördlichen Zusagen notwendige Sanierungsmaßnahmen mit den Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung weiterer U3 Plätze verkoppelt. Wenn die zugesagten Mittel dann aber nicht fließen, kann es zu starken Problemen in der Umsetzung der dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen kommen und die Träger sind dann meist nicht mehr in der Lage die notwendigen Mittel selbst aufzubringen, da das Haushaltsjahr dann meist vorüber ist.
Ich finde einen solchen Zustand unerträglich. Es ist Augenmaß und Abwägung gefragt.
Hier frage ich die Politik: müssen wir unsere Kinder und ihr Recht auf gute Betreuung und Vorbereitung auf das weitere Leben, bereits im Kindergarten instrumentalisieren und mit knallharten Auswahlverfahren konfrontieren (Motto: „du bist vor März geboren, da bekommen wir als Einrichtung kein Geld, also kann ich dich nicht aufnehmen“)?? Gegen den Willen der Einrichtungsleitung und der Eltern?
Ich meine Nein! Hier bleibt doch bereits der überall beschworene integrative Gedanke vollkommen auf der Strecke. Integration ist, aus meiner Sicht, nicht nur die Eingliederung von Behinderten, sog. „Problemkindern“ (gibt es die wirklich?) etc. in die Gesellschaft, sondern auch das zusammen lassen von Freunden, Spielkameraden etc., die nach bisherigem Vorgehen manchmal bereits im Kindergarten zwanghaft getrennt werden.....aus obigen Gründen.
Hier gilt es, als Gesellschaft geschlossen aufzutreten und die Leiterinnen und Leiter der Kitas, sowie im besonderen Maße auch die Mitarbeiter, nicht im Regen stehen zu lassen, sondern ihnen den Rücken zu stärken und gemeinschaftlich im Interesse unserer Kinder aufzutreten. Schließlich sind sie es, denen wir unsere Kinder anvertrauen, und die jeden Tag aufs Neue den Kampf gegen die Unbillen der Reglementierungen ausfechten, um für unsere Kinder am Ende das Bestmöglich zu erreichen.
Daher engagiere ich mich gerne auch auf Landesebene in, hoffentlich, spannenden und fruchtbaren Diskussionen, direkt mit den Ansprechpartner des Ministeriums für die Zukunft unserer Kinder und der Einrichtungen.
Kann ich mir für den LEBR Zeit nehmen?
Die Zeit muss sein!
Alles ist planbar und für mich ist es eine Verpflichtung meinem Sohn, seinen Freunden und allen anderen Kindern ein, zumindest im Kindergarten, unbeschwertes Leben zu ermöglichen.
Was habe ich bisher gemacht?
Im Umfeld des Elternbeirates im Kindergarten, auf Stadt- und Landesebene, bin ich neu. Im Oktober/November 2011 wurde ich gewählt.
Die restliche Erfahrung in diesem Umfeld bezieht sich auf den Umgang mit meinem Sohn, seinen Freunden und deren Familien.
Als mein Sohn wenige Monate alt war, habe ich mit ihm eine Väter Krabbelgruppe besucht.. Diese Erfahrung war schon etwas besonderes. Zudem konnte ich mich da bereits mit Vätern „Events“ wie Kinderschwimmen, normale Schwimmbad Besuche ( „Vater mit Sohn“) etc. gehören hierbei zur Tagesordnung und machen uns richtig Spaß.
Auch suche ich gerne den Austausch im Beruf mit anderen Eltern, deren Erfahrungen und auch Ansichten.
In meinem normalen beruflichen Alltag arbeite ich für einen großen Mobilfunkanbieter in Düsseldorf als Referent im Controlling.
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